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Sozialgericht stärkt die Rechte von Schmerzpatienten:
Danach hat ein Schmerzpatient das Recht in einer schmerztherapeutischen Klinik behandelt zu werden, er muß also nicht irgendeine der sonst üblicherweise angebotenen Rehabilitationen akzeptieren sondern kann unter Hinweis auf das Urteil gleich Widerspruch einlegen.
Hier gelangen Sie zu dem Urteil (dieses gilt sinngemäß natürlich nicht nur für die Rentenversicherungen sondern auch für Krankenkassen), das mittlerweile rechtskräftig ist. Pressemitteilung dazu: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik

 

Die wichtigsten Schmerzthemen zusammengefaßt:

Arthritis: http://www.arthritis-information.de Arthrose: http://www.1-arthrose.de  Armschmerzen: http://www.armschmerz.com  Atypische Gesichtsschmerzen: http://www.atypischer-gesichtsschmerz.de  Bandscheibenvorfall: http://www.bandscheibenvorfall.biz  Beinschmerzen: http://www.beinschmerz.com Borreliose: http://www.bor-reliose.de   Brustwirbelsäulensyndrom: http://www.bws-syndrom.de  Brennende Füße: http://www.burning-feet-syndrom.de  Cluster-Kopfschmerz: http://www.cluster-kopfschmerz.org  CRPS: http://www.komplexes-regionales-schmerzsyndrom.de  Durchblutungsstörung: http://www.durchblutungs-stoerung.de Dorsalgie: http://www.dorsalgie.com  Fibromyalgie: http://www.fibromyalgie.at  Fibromyalgiesyndrom: http://www.fibromyalgiesyndrom.eu   Gelenkschmerzen: http://www.gelenksschmerzen.de  Gesichtsschmerz: http://www.gesichtsschmerzen.de   Gliederschmerzen: http://www.gliederschmerzen.com  Gürtelrose: http://www.guertelrose.co.uk  Halswirbelsäulensyndrom: http://www.hws-syndrom.de  Herpes zoster: http://www.herpes-zoster.eu  Hörsturz: http://www.gehoersturz.org  Hüftschmerzen: http://www.xn--hftschmerz-9db.de  Ischias: http://www.ischias.co.uk   Kausalgie: http://www.kausalgie.de   Kreuzschmerz: http://www.kreuzschmerz.org  Leistenschmerzen: http://www.leistenschmerz.de   Lendenwirbelsäulensyndrom: http://www.lws-syndrom.de  Lumbalgie: http://www.lumbalgie.de  Lumboischialgie: http://www.lumboischialgie.eu  Migräne: http://www.migraene.cc  Morbus Sudeck: http://www.morbus-sudeck.de  Muskelschmerzen: http://www.muskelschmerz.net  Nervenschmerzen: http://www.nervenschmerz.de Neuralgie: http://www.neuralgie.com  Osteomyelitis: http://www.osteo-myelitis.de  Schleudertrauma: http://www.schleudertrauma.li Polyneuropathie: http://www.polyneuropathie.com  Postzosterische Neuralgie: http://www.postzosterische-neuralgie.com  Restless legs: http://www.restless-legs-syndrom.eu  Rückenschmerzen: http://www.xn--rckenschmerz-dlb.com  Schlaganfall: http://www.hemialgie.de (Hemialgesie Schulterschmerzen: http://www.schulterschmerz.com   Spannungskopfschmerzen: http://www.spannungskopfschmerz.de  Spinalkanalstenose: http://www.spinalkanal-stenose.de  Steißbeinschmerzen: http://www.kokzygodynie.de  Sudeck Dystrophie: http://www.sudeck-dystrophie.de Thalamusschmerzen: http://www.thalamusschmerz.de Tinnitus: http://www.tin-nitus.de  Zephalgie: http://www.cephalgie.com

 

Links zu empfehlenswerten Einrichtungen:

Schmerzklinik (1): www.schmerzklinik-1a.de, Schmerzklinik (2): www.schmerzklinik-1.de
Schmerzklinik (3): www.schmerzklinik.biz
www.norderney-insel-hotel.de/norderney-hotel
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    Informationen über Schmerzerkrankungen

 

TRIGEMINOAUTONOME KOPFSCHMERZEN
trigeminoautonomer Kopfschmerz

Systematik (= Einteilung) der verschiedenen Kopfschmerzformen (in Anlehnung an die IHS):

1. Primärer Kopfschmerz

   1.1 Migräne

   1.2 Kopfschmerz vom Spannungstyp

   1.3 Trigeminoautonomer Kopfschmerz

       1.3.1  paroxysmale Hemikranie

       1.3.2  Cluster-Kopfschmerz

       1.3.3  SUNCT-Syndrom

   1.4 Andere primäre Kopfsch merzen

2. Sekundärer Kopfschmerz (symptomatischer Kopfschmerz)

3. Kombinationskopfschmerz

Als trigeminoautonome Kopfschmerzen definiert man eine Gruppe von attackenartigen Kopfschmerzen, die mit einseitigen trigeminalen (= das Ausbreitungsgebiet des Nervus trigeminus betreffend) Schmerzen und obligaten (= unerläßlichen) autonomen (= unabhängigen, selbständigen) Begleitsymptomen (= begleitenden Krankheitszeichen) einhergehen.
Es tritt also jeweils folgende Kombination auf:

  1. streng einseitiger Schmerz um das Auge herum, im Stirn - und/oder Schläfenbereich auftretend und
  2. einhergehend mit Tränenfluß, Nasenträufeln, Augenrötung und/oder Horner Syndrom (= Lidsenkung, Pupillenverengung und Zurücksinken des Augapfels), wobei mindestens eines der genannten Zeichen vorhanden sein muß.

Die einzelnen Kopfschmerzerkrankungen

1.3.1 Die chronisch paroxysmale Hemikranie wurde erstmals 1974 beschrieben. 
Charakteristische Merkmale dieses trigeminoautonome
n Kopfschmerzes sind streng einseitig auftretende Kopfschmerzanfälle hauptsächlich im orbitalen (= die Augenhöhle betreffend), supraorbitalen (= die Stirn betreffend) und/oder temporalen (= die Schläfe betreffend) Bereich und einer Dauer von 2 bis 45 Minuten. Die Schmerzanfälle treten mindestens 5 mal pro Tag auf. 
Differentialdiagnostisch
(= was sonst noch an Krankheiten infrage kommt) ist bei dieser Erkrankung der Cluster-Kopfschmerz von Bedeutung. Bei der chronisch paroxysmale n Hemikranie ist die Schmerzattacke kürzer, treten aber häufiger auf, auch überwiegt das weibliche Geschlecht. Die Cluster-Kopfschmerzen spricht i.d.R. nicht auf Indometacin an.

Therapie bei chronisch paroxysmale r Hemikranie:
Als Mittel der Wahl gilt bei diesem trigeminoautonome
n Kopfschmerz Indometacin (z.B. Indometacin-Ratio®), alternativ soll das Piroxicamderivat Beta-Cyclodextrin hilfreich sein. Aber, keine Regel ohne Ausnahme, es gibt nicht wenige Patienten, die den IHS (= Internationale Kopfschmerzgesellschaft) -Kriterien "trotzen" und auf die genannten Schmerzmedikamente nicht ansprechen. In diesen Fällen hat sich eine intensive therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) sehr bewährt. Dabei werden die den Schmerzbereich versorgenden Nerven 1-2 mal täglich an ihren Austrittspunkten blockiert. Als nächst höhere Therapiestufe kommen wiederholte Blockaden des Ganglion cervicale superius (= eine vegetative Schaltstelle, hinter dem oberen Rachen gelegen) oder Ganglion stellatum (= eine vegetative Schaltstelle, im seitlichen Halsbereich gelegen) in Frage.

In aller Regel reicht es aber nicht aus, diese Blockadebehandlung, wie leider so oft üblich, nur 1-2 mal pro Woche durchzuführen, da selbst die lang wirkenden Lokalanästhetica (= örtliche Betäubungsmittel) nur ein paar Stunden anhalten. Wir führen eine solche Schmerztherapie konsequent 2 bis 3 mal täglich, auch am Wochenende durch, was aber für auswärtige Patienten eigentlich nur stationär oder zumindest teilstationär möglich ist.

Wenn ein trigeminoautonomer Kopfschmerz längerfristig besteht, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.


1.3.2 Ein trigeminoautonomer Kopfschmerz in Form des Clusterkopfschmerzes (teilweise auch als Bing-Horton-Kopfschmerz bzw. Bing-Horton-Neuralgie, Erythroprosopalgie, Histaminkopfschmerz oder ziliare Neuralgie bezeichnet) kommt selten vor, betroffen sind etwa ein Prozent der Bevölkerung.

Diese trigeminoautonome n Kopfschmerzen treten etwa 10 mal seltener als die Migräne auf. Männer sind viel häufiger betroffen als Frauen (im Verhältnis 3:1). Die Krankheit beginnt in der Regel im mittleren und höheren Lebensalter. Bei 20 % der Patienten finden sich andere Kopfschmerzanfälle in der Familie, bei 7% der Fälle leiden Familienangehörige ebenfalls unter einem Cl usterkopfschmerz.
Die Ätiologie
(= Krankheitsursache) des Cl usterkopfschmerz es ist unbekannt. Es wird eine Störung im Hypothalamus (= Teil des Zwischenhirns) vermutet (Mumenthaler 2002). Es gibt Hinweise darauf, daß eine biologische Rhythmusstörung vorliegt, die sich in einer gehäuften Frequenz von Cl usterkopfschmerz -Episoden im Frühjahr und Herbst zeigt. Auch ist die zirkadiane (= den 24 Stunden Rhythmus betreffende) Hormonausschüttung gestört. 

Der Cl usterkopfschmerz tritt hpts. in zwei Formen auf:

  1. Episodischer Cl usterkopfschmerz, gekennzeichnet durch den Wechsel von Perioden mit Schmerzattacken und beschwerdefreien Phasen und
  2. Chronischer Cl usterkopfschmerz: die kopfschmerzfreien Intervalle sind stets kürzer als zwei Wochen

Die Symptome (= Krankheitszeichen) beim Cl usterkopfschmerz (chronischer und episodischer) führen manchmal zur einer Verwechslung mit der Trigeminusneuralgie, aber auch mit der Migräne.

Hauptsymptom (= vorherrschendes Krankheitszeichen) ist der streng einseitig, in aller Regel periorbital (= um das Auge herum) oder frontotemporal (= Stirn -/ Schläfenbereich betreffend) in Attacken und vorwiegend nachts auftretende Schmerz von unerträglicher Intensität und einer durchschnittlichen Dauer bis zu wenigen Stunden. Überwiegend wird der Schmerzcharakter mit bohrend oder brennend angegeben. Typischerweise, jedoch nicht zwingend, kommt es zu Tränenfluß und Rötung des schmerzseitigen Auges, evtl. begleitet von Engstellung der Pupille und Verengung der Lidspalte (partielles Horner-Syndrom) sowie Nasenträufeln als Begleiterscheinungen. Manchmal treten auch Übelkeit und Brechreiz auf, was zu Verwechslungen mit der Migräne führen kann. 
Im Gegensatz zu Migränepatienten sind Patienten mit Cl
usterkopfschmerz (chronischer und episodischer) eher unruhig und laufen während einer Schmerzattacke umher; ihr Ruhebedürfnis ist weniger ausgeprägt als bei Migränikern. Der einschießende Schmerzcharakter und die extreme Schmerzintensität können zur Verwechslung mit der Trigeminusneuralgie Anlaß geben. 
Schmerzauslösende Mechanismen können vorhanden sein, so z.B. Flimmer- und Flackerlicht, Aufenthalt in großen Höhen, Histamin und Nitroglyzerin, öfters aber auch Alkohol (Soyka 1989). Nitroglyzerin (in Form von Nitratpflaster) verwenden wir deshalb regelmäßig als Provokationstest, um die Stabilität eines Behandlungserfolges einschätzen zu können. 
Bezüglich der Pathogenese
(= Krankheitsentwicklung) scheint bei diesem Schmerzsyndrom dem Histamin eine besondere Rolle zuzufallen.

Therapie bei Cluster-Kopfschmerz (chronischer und episodischer): Ein statistischer Erfolgsvergleich unterschiedlicher Therapiemaßnahmen wird durch die Tatsache erschwert, daß ein episodischer Cl usterkopfschmerz schubartig verläuft, d.h. monatelange, in Ausnahmefällen sogar jahrelange schmerzfreie Intervalle kennzeichnen diese Kopfschmerzform. Ein chronischer Cl usterkopfschmerz kommt eher seltener vor.
Wie bei den anderen primären
(= nicht auf eine andere Krankheit zurückzuführende) Kopf schmerzen ist es auch beim Cl usterkopf schmerz oftmals erforderlich, die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten nacheinander auszutesten, um die optimale herauszufinden.

Medikamentöse Schmerzbehandlung der akuten Clusterattacke:
Wegen der häufig kurzzeitigen Attackendauer kommen meist nur solche Methoden zur Anwendung, die innerhalb weniger Minuten wirken können. Orale
(= Tabletten, Tropfen) und rektale (= Zäpfchen) Verabreichung von z.B. Ergotam in ist daher nur bei längerer Anfallsdauer sinnvoll. 
Die Einatmung von reinem Sauerstoff über Maske ist eine bewährte Methode zur Kupierung des Anfalls. Die Verabreichung über eine Nasensonde ist meist nicht ausreichend. Diese Methode hat den Vorteil, daß entsprechende Geräte zum häuslichen Gebrauch auf Kosten der Krankenkassen verordnet werden können. 
Im Gegensatz zur akuten Migräneattacke spricht der akute Cl
usterkopfschmerz in der Regel auf die therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) an. Bewährt hat sich die Betäubung der schmerzseitigen Nerven supraorbitalis (ca. 1 ml), supratrochlearis (ca. 0,5ml), jeweils am zugehörigen Austrittspunkt, und die großzügige flächenhafte Infiltration des dominanten Schmerzareals im St irn- /Schlä fenbereich. Bei Schmerzausstrahlungen in den Oberkiefer muß der Infraorbitalis-Nerv ebenfalls blockiert werden (1-2ml). Das Lokalanästhetikum (= örtliche Betäubungsmittel) der ersten Wahl ist bei uns das langwirkende Bupivacain 0,5% (z.B. Carbostesin®). In hartnäckigen Fällen führen wir diese Behandlung mit gutem Erfolg konsequent 2 bis 3 mal täglich durch, auch an Wochenenden, was jedoch nur unter stationären Bedingungen durchführbar ist. 
Wiederholte Blockaden des Ganglion stellatum
(= vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich) bzw. auch des Gangl ion cerv icale superius (= vegetative Schaltstelle im Rachenbereich) mit einem langwirkenden Lokalanästhetikum können ebenfalls sehr hilfreich sein.
Empfohlen wird auch eine nasale Instillation
(= in die Nase eingebracht) von 1 ml 4%iges Lidocain (Xylocain®) (= ein mittellang wirkendes örtliches Betäubungsmittel) bei 45 Grad rekliniertem (= überstrecktem) und 30-40% zur betroffenen Seite rotiertem Kopf (Pfaffenrath 1988).

Wirksam ist beim Clusterschmerz auch Ergotam in. Nachteilig ist, daß sich bei häufigem Gebrauch ein ergotaminbedingter Dauerkopfschmerz (Ergotamin-Kopfschmerz) ausbilden kann. Wegen des schnellen Wirkungseintrittes kann auch Dihydroergotamin (Hydergin®) i.m. (i.v.) gegeben werden (1-2mg), evtl. kombiniert mit 1g Metamizol (z.B. Novalgin®). 
Das Migränemittel Sumatriptan (Imigran®) ((aber auch Zolmitriptan (AscoTop 2,5®,) Naratriptan (Naramig®, als Formigran® rezeptfrei), Rizatriptan (Maxalt®), Almotriptan (Almogran®), Frovatriptan (Allegro®) und Eletriptan (Relpax®)) ist auch beim Cl
usterkopfschmerz sehr wirksam, insbesondere zum schnelleren Wirkungseintritt unter die Haut gespritzt (6 mg) (auch mit Autoinjektor, vom Patienten selbst injizierbar, oder als Nase n-Spray), ansonsten 100mg oral (= durch den Mund). Beim Wiederauftreten von Schmerz  en maximal zwei Applikationen in 24 Std. Häufiger wurde über ernstzunehmende Nebenwirkungen berichtet, auch in den Medien. Bei Beachtung der Anwendungsbeschränkungen kann das Verhältnis von Wirksamkeit und Verträglichkeit jedoch als günstig angesehen werden (Tfelt-Hansen 1993). Wegen des relativ hohen Preises dürfte Sumatriptan (und andere Triptane) allerdings erst dann zum Einsatz kommen, wenn andere Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen.

Cluster- Kopfschmerzprophylaxe (= Kopfschmerzvorbeugung): Als Mittel der Wahl gilt der Calcium-Antagonist Verapamil (z.B. Isoptin®) (= eigentlich ein Mittel gegen hohen Blutdruck, aber auch bei diesem Schmerz wirksam). Dosierung: bis zu 3-4x 80 mg pro Tag, in der ersten Woche einschleichend. Der Wirkungsmechanismus von Verapamil bei Cl usterkopfschmerz ist unbekannt. 
Neue Dosierung: In hartnäckigen Fällen wird Verapamil bei Cluster-Kopfschmerz (chronischer und episodischer) mit gutem Erfolg sehr viel höher dosiert: bis 500 mg/Tag (und mehr), initial unter ständiger Blutdruck- und Pulskontrolle. 
Als Mittel der 2. Wahl kann beim Cl
usterkopfschmerz Lithium empfohlen werden (z.B. Hypnorex®, Quilonum®) (= eigentlich ein Mittel gegen die Depression, aber auch zur Vorbeugung bei Cluster-Kopfschmerz wirksam). Lithium soll bereits unterhalb des empfohlenen Serumspiegels bei diesem trigeminoautonome n Kopfschschmerz wirksam sein. 
In hartnäckigen Fällen und unter strenger Abschätzung des therapeutischen Risikos im Verhältnis zu einem möglichen Nutzen, kann eine Kortikoid-Behandlung versucht werden, z.B. mit Prednisolon®. Empfohlene Dosierung: 1-4. Tag 80mg, 5- 8 Tag 70mg, dann jeweils nach 4 Tagen die Dosierung um weitere 10mg reduzieren. 
Der Serotonin-Antagonist Methysergid (Deseril ret.®)
(= ein Mittel, das dem Gewebshormon Serotonin entgegenwirkt) kann auch zur Cl usterkopfschmerzprophylaxe verwendet werden. 
Teilweise wird empfohlen, zur Vorbeugung dieser Schmerzen regelmäßig täglich Ergotam in zu verabreichen. Wegen der Gewöhnungsgefahr und der hohen Wahrscheinlichkeit, damit die gefürchteten Ergotaminkopfschmerz
en zu induzieren, muß davor dringend gewarnt werden. Nicht zu unterschätzen ist auch ein Erotismus.

Zur Schmerzprophylaxe (= Vorbeugung von Schmerzen) hat sich auch die wiederholte Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) wie bei der Akutbehandlung sehr bewährt. Manchmal werden auch in der schmerzseitigen Hinterkopf region Schmerz en angegeben; in diesem Fall blockieren wir dann auch die Nerven occipitales major und minor. Optimal ist diese Behandlung unter stationären Bedingungen, weil dann diese Therapie konsequent 2x täglich, auch an Wochenenden, über einen Zeitraum von 2-3 Wochen durchgeführt werden kann. Unter dieser Behandlung fallen in der Regel die Schmerzattacken zunehmend milder aus, um im Idealfalle allmählich wegzubleiben.

Nichtmedikamentöse Maßnahmen beim Cluster-Kopfschmerz:
Anders als z.B. bei der Migräne spielen beim Cl
usterkopfschmerz (chronischer und episodischer) psychische Faktoren eine eher untergeordnete Rolle, so daß diesbezüglich nur allgemeine Maßnahmen empfohlen werden können, so z.B. im Rahmen einer psychologischen Mitbetreuung ein Schmerzbewältigungstraining. Transkutane Nervenstimulationen mittels Niederfrequenzgenerator über Klebeelektroden (TENS) haben beim Cl usterkopfschmerz (chronischer und episodischer) nur selten einen positiven Effekt.


1.3.3 SUNCT-Syndrom bzw. der Begriff SUNCT ist eine Abkürzung für: short-lasting unilateral neuralgieform headache attacks with conjunctival injection and tearing.

Das SUNCT-Syndrom ist sehr selten und wurde 1989 erstmalig beschrieben. Das SUNCT-Syndrom wird in der IHS-Klassifikation mit zwei anderen Kopfschmerzsyndrome n (paroxysmale Hemikranie und Cluster-Kopfschmerz) zur Gruppe der „trigeminoautonome n Kopfschmerzen“ zusammengefasst.

Beim SUNCT-Syndrom kommt es zu 15 bis 120 Sekunden lang anhaltenden, einseitigen Schmerzattacken um das Auge herum, begleitet von konjunktivaler Injektion (= Sichtbarwerden feiner Blutgefäße im Auge als Folge von Blutfülle), Lakrimation (= Tränenfluß) und Nase nträufeln. Zusätzlich besteht ein gleichseitiges Gesicht sschwitzen, das aber meist nur gering ausgeprägt ist. Auch kann es zu einem Lidödem (= Schwellung des Augenlides infolge einer Flüssigkeitsansammlung) kommen. 
Die heftigen Schmerzen können bis zu 200 mal pro Tag auftreten. Das Krankheitsbild zeigt typischerweise einen episodischen Verlauf mit Remissionen
(= vorübergehendes Nachlassen der Krankheitszeichen, ohne daß eine Genesung eintritt) von Monaten bis Jahren.

Die Schmerzerkrankung SUNCT-Syndrom (trigeminoautonome Kopfschmerzen) wird häufig mit dem Cluster-Kopfschmerz verwechselt, teilweise auch mit der Trigeminusneuralgie.

Eine wissenschaftlich gesicherte Therapieempfehlung gibt es (noch) nicht. Da das SUNCT-Syndrom (trigeminoautonomer Kopfschmerz) eine Verwandtschaft mit dem Clusterkopfschmerz, der chronisch paroxysmalen Hemikranie und der Trigeminus-Neuralgie aufweist, ist die therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) ebenfalls hilfreich. Dabei werden die den Schmerzbereich versorgenden Nerven wiederholt blockiert, zusätzlich auch das Ganglion cervicale superius (= eine vegetative Schaltstelle im Rachenbereich), evtl. auch das gleichseitige Ganglion stellatum ((= eine vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich)).
Werden derartige Nervenblockade n, wie häufig ambulant üblich, nur 2-3 mal pro Woche durchgeführt, so beschränkt sich die
Schmerz
stillung meist nur auf die Wirkzeit des verwendeten örtlichen Betäubungsmittels. Ein anhaltender Effekt ergibt sich oft nur, wenn diese Behandlung z.B. mit Bupivacain konsequent 2 mal täglich über einen Zeitraum von 2-3 Wochen durchgeführt wird, was aber eigentlich nur im Rahmen eine stationäre Schmerzbehandlung ermöglicht.

Medikamentös soll zur Kopfschmerzbehandlung beim SUNCT-Syndrom (trigeminoautonome Kopfschmerzen) nach einer Mitteilung von Graff-Radford (Cephalalgia 2000;20:515-517) Gabapentin (z.B. Neurontin®) wirksam sein. Bisher seien die besten Ergebnisse mit Lamotrigin (= Mittel gegen die Fallsucht) erzielt worden (Quelle: http://www.dgn.org/45.0.html).
 

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Aktualisiert: >07.02.2007</> ku SB
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K Kalkaneussporn (www.kalkaneussporn.de), Karpaltunnelsyndrom (www.karpaltunnelsyndrom.org), Kausalgie, Kephalalgie, Kiefergelenksarthrose, Kiefergelenksdysfunktion, Kiefergelenkserkrankungen, Kieferhöhlenentzündung, Kiefergelenkschmerzen,
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Q Querschnittsyndrom, Quadranten-Syndrom
R Raeder Syndrom, Radikuläres Syndrom, Radikuloneuritis, Ramsey-Hunt-Syndrom, Rastloses Bein, Raucherbein,
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aktualisiert: >28.01.2007</> w  <strong>trigeminoautonomer
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