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Sozialgericht
stärkt die Rechte von Schmerzpatienten:
Danach hat ein Schmerzpatient das Recht in einer schmerztherapeutischen Klinik
behandelt zu werden, er
muß
also nicht
irgendeine der sonst üblicherweise angebotenen Rehabilitationen akzeptieren
sondern kann unter Hinweis auf das Urteil
gleich Widerspruch einlegen.
Hier
gelangen Sie zu dem Urteil (dieses gilt sinngemäß natürlich nicht nur für die
Rentenversicherungen sondern auch für Krankenkassen), das mittlerweile
rechtskräftig ist. Pressemitteilung dazu:
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik
Die wichtigsten Schmerzthemen zusammengefaßt:
Arthritis:
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Armschmerzen:
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Beinschmerzen:
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Brustwirbelsäulensyndrom:
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Cluster-Kopfschmerz:
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Durchblutungsstörung:
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Dorsalgie:
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Polyneuropathie:
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Links zu empfehlenswerten Einrichtungen:
Schmerzklinik (1):
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Informationen über
Schmerzerkrankungen

TRIGEMINOAUTONOME KOPFSCHMERZEN
trigeminoautonomer
Kopfschmerz
Als trigeminoautonome
Kopfschmerzen definiert man eine Gruppe von attackenartigen Kopfschmerzen, die
mit einseitigen trigeminalen
(= das Ausbreitungsgebiet des
Nervus trigeminus betreffend)
Schmerzen und
obligaten (= unerläßlichen)
autonomen (=
unabhängigen, selbständigen)
Begleitsymptomen (=
begleitenden Krankheitszeichen)
einhergehen.
Es tritt also jeweils folgende Kombination auf:
-
streng einseitiger
Schmerz um das
Auge herum, im
Stirn
- und/oder
Schläfenbereich
auftretend und
-
einhergehend mit Tränenfluß, Nasenträufeln, Augenrötung und/oder Horner
Syndrom (=
Lidsenkung, Pupillenverengung und Zurücksinken des Augapfels),
wobei mindestens eines der genannten Zeichen vorhanden sein muß.
Die einzelnen
Kopfschmerzerkrankungen
1.3.1
Die chronisch
paroxysmale Hemikranie wurde erstmals 1974
beschrieben.
Charakteristische Merkmale dieses trigeminoautonome
n Kopfschmerzes sind streng einseitig auftretende
Kopfschmerzanfälle
hauptsächlich im orbitalen
(= die Augenhöhle betreffend),
supraorbitalen (= die
Stirn
betreffend) und/oder temporalen
(= die
Schläfe betreffend)
Bereich und einer Dauer von 2 bis 45 Minuten. Die
Schmerzanfälle
treten mindestens 5 mal pro Tag auf.
Differentialdiagnostisch
(= was sonst noch an Krankheiten infrage kommt)
ist bei dieser Erkrankung der
Cluster-Kopfschmerz
von Bedeutung. Bei der chronisch paroxysmale
n Hemikranie
ist die
Schmerzattacke
kürzer, treten aber häufiger auf, auch überwiegt das weibliche Geschlecht. Die
Cluster-Kopfschmerzen
spricht i.d.R. nicht auf Indometacin an.
Therapie bei chronisch
paroxysmale
r Hemikranie:
Als Mittel der Wahl gilt bei diesem trigeminoautonome
n Kopfschmerz
Indometacin (z.B. Indometacin-Ratio®), alternativ soll das
Piroxicamderivat Beta-Cyclodextrin hilfreich sein. Aber, keine Regel ohne
Ausnahme, es gibt nicht wenige Patienten, die den IHS
(= Internationale Kopfschmerzgesellschaft)
-Kriterien "trotzen" und auf die genannten
Schmerzmedikamente
nicht ansprechen. In diesen Fällen hat sich eine intensive
therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem
örtlichen Betäubungsmittel)
sehr bewährt. Dabei werden die den Schmerzbereich versorgenden
Nerven
1-2 mal täglich an ihren Austrittspunkten blockiert. Als nächst höhere
Therapiestufe kommen wiederholte Blockaden des
Ganglion cervicale superius
(= eine vegetative Schaltstelle, hinter dem oberen Rachen gelegen)
oder
Ganglion stellatum
(= eine vegetative
Schaltstelle, im seitlichen Halsbereich gelegen)
in Frage.
In aller Regel reicht es
aber nicht aus, diese Blockadebehandlung, wie leider so oft üblich, nur 1-2 mal
pro Woche durchzuführen, da selbst die lang wirkenden
Lokalanästhetica
(=
örtliche Betäubungsmittel)
nur ein paar Stunden anhalten. Wir führen eine solche
Schmerztherapie
konsequent 2 bis 3 mal täglich, auch am Wochenende durch, was aber für
auswärtige Patienten eigentlich nur stationär oder zumindest teilstationär
möglich ist.
Wenn ein
trigeminoautonomer Kopfschmerz längerfristig besteht, so ist davon
auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer
Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische
(= körperliche) Behandlung kaum
mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich
psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
1.3.2 Ein trigeminoautonomer Kopfschmerz in Form des Clusterkopfschmerzes
(teilweise auch als
Bing-Horton-Kopfschmerz
bzw.
Bing-Horton-Neuralgie,
Erythroprosopalgie,
Histaminkopfschmerz
oder
ziliare Neuralgie
bezeichnet) kommt selten vor, betroffen sind etwa ein Prozent der Bevölkerung.
Diese trigeminoautonome n Kopfschmerzen
treten etwa 10 mal seltener als die
Migräne auf. Männer sind viel häufiger betroffen als Frauen (im Verhältnis
3:1). Die Krankheit beginnt in der Regel im mittleren und höheren Lebensalter.
Bei 20 % der Patienten finden sich andere
Kopfschmerzanfälle
in der Familie, bei 7% der Fälle leiden Familienangehörige ebenfalls unter einem
Cl
usterkopfschmerz.
Die Ätiologie
(= Krankheitsursache) des
Cl
usterkopfschmerz
es
ist unbekannt. Es wird eine Störung im Hypothalamus
(= Teil des Zwischenhirns)
vermutet (Mumenthaler 2002).
Es gibt Hinweise darauf, daß eine biologische Rhythmusstörung vorliegt, die sich
in einer gehäuften Frequenz von
Cl
usterkopfschmerz
-Episoden im Frühjahr und Herbst
zeigt. Auch ist die zirkadiane
(= den 24 Stunden Rhythmus
betreffende) Hormonausschüttung
gestört.
Der
Cl
usterkopfschmerz
tritt hpts. in zwei Formen auf:
- Episodischer Cl
usterkopfschmerz,
gekennzeichnet durch den Wechsel von Perioden mit
Schmerzattacken
und beschwerdefreien Phasen und
- Chronischer Cl
usterkopfschmerz:
die kopfschmerzfreien Intervalle sind stets kürzer als zwei Wochen
Die Symptome
(= Krankheitszeichen)
beim Cl
usterkopfschmerz
(chronischer und episodischer) führen manchmal zur einer Verwechslung mit der
Trigeminusneuralgie, aber auch mit der
Migräne.
Hauptsymptom
(= vorherrschendes
Krankheitszeichen) ist der streng
einseitig, in aller Regel periorbital
(= um das Auge herum) oder frontotemporal
(=
Stirn
-/
Schläfenbereich
betreffend) in Attacken und
vorwiegend nachts auftretende
Schmerz von
unerträglicher Intensität und einer durchschnittlichen Dauer bis zu wenigen
Stunden. Überwiegend wird der Schmerzcharakter mit bohrend oder brennend
angegeben. Typischerweise, jedoch nicht zwingend, kommt es zu Tränenfluß und
Rötung des schmerzseitigen Auges, evtl. begleitet von Engstellung der Pupille
und Verengung der Lidspalte (partielles Horner-Syndrom) sowie Nasenträufeln als
Begleiterscheinungen. Manchmal treten auch Übelkeit und Brechreiz auf, was zu
Verwechslungen mit der
Migräne führen
kann.
Im Gegensatz zu Migränepatienten sind Patienten mit
Cl
usterkopfschmerz
(chronischer und episodischer) eher unruhig und laufen während einer
Schmerzattacke
umher; ihr Ruhebedürfnis ist weniger ausgeprägt als bei Migränikern. Der
einschießende Schmerzcharakter und die extreme Schmerzintensität können zur
Verwechslung mit der
Trigeminusneuralgie Anlaß geben.
Schmerzauslösende Mechanismen können vorhanden sein, so z.B. Flimmer- und
Flackerlicht, Aufenthalt in großen Höhen, Histamin und Nitroglyzerin, öfters
aber auch Alkohol (Soyka 1989). Nitroglyzerin (in Form von
Nitratpflaster) verwenden wir deshalb regelmäßig als Provokationstest, um die
Stabilität eines Behandlungserfolges einschätzen zu können.
Bezüglich der Pathogenese
(= Krankheitsentwicklung)
scheint bei diesem
Schmerzsyndrom dem
Histamin eine besondere Rolle zuzufallen.
Therapie bei Cluster-Kopfschmerz
(chronischer und episodischer): Ein
statistischer Erfolgsvergleich unterschiedlicher Therapiemaßnahmen wird durch
die Tatsache erschwert, daß ein episodischer
Cl
usterkopfschmerz
schubartig verläuft, d.h. monatelange, in Ausnahmefällen sogar jahrelange
schmerzfreie Intervalle kennzeichnen diese Kopfschmerzform. Ein chronischer
Cl
usterkopfschmerz
kommt eher seltener vor.
Wie bei den anderen primären
(= nicht auf eine andere Krankheit zurückzuführende)
Kopf
schmerzen ist es
auch beim Cl
usterkopf
schmerz oftmals
erforderlich, die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten nacheinander
auszutesten, um die optimale herauszufinden.
Medikamentöse Schmerzbehandlung der akuten
Clusterattacke:
Wegen der häufig kurzzeitigen Attackendauer kommen meist nur solche Methoden zur
Anwendung, die innerhalb weniger Minuten wirken können. Orale
(= Tabletten, Tropfen)
und rektale (= Zäpfchen)
Verabreichung von z.B. Ergotam in ist daher nur bei längerer
Anfallsdauer sinnvoll.
Die Einatmung von reinem Sauerstoff über Maske ist eine bewährte Methode
zur Kupierung des Anfalls. Die Verabreichung über eine Nasensonde ist meist
nicht ausreichend. Diese Methode hat den Vorteil, daß entsprechende Geräte zum
häuslichen Gebrauch auf Kosten der Krankenkassen verordnet werden können.
Im Gegensatz zur akuten
Migräneattacke
spricht der akute Cl
usterkopfschmerz
in der Regel auf die
therapeutische Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw.
Lokalanästhetika) an. Bewährt hat
sich die Betäubung der schmerzseitigen Nerven supraorbitalis (ca. 1 ml),
supratrochlearis (ca. 0,5ml), jeweils am zugehörigen Austrittspunkt, und die
großzügige flächenhafte Infiltration des dominanten Schmerzareals im St irn- /Schlä
fenbereich. Bei Schmerzausstrahlungen in den
Oberkiefer muß der
Infraorbitalis-Nerv ebenfalls blockiert werden (1-2ml). Das
Lokalanästhetikum
(=
örtliche Betäubungsmittel)
der ersten Wahl ist bei uns das langwirkende Bupivacain 0,5% (z.B.
Carbostesin®). In hartnäckigen Fällen führen wir diese Behandlung mit gutem
Erfolg konsequent 2 bis 3 mal täglich durch, auch an Wochenenden, was jedoch nur
unter stationären Bedingungen durchführbar ist.
Wiederholte Blockaden des
Ganglion stellatum
(= vegetative Schaltstelle im
seitlichen Halsbereich) bzw. auch des
Gangl
ion cerv
icale superius
(= vegetative Schaltstelle im Rachenbereich)
mit einem langwirkenden
Lokalanästhetikum
können ebenfalls sehr hilfreich sein.
Empfohlen wird auch eine nasale Instillation
(= in die Nase eingebracht)
von 1 ml 4%iges
Lidocain (Xylocain®)
(= ein mittellang wirkendes örtliches Betäubungsmittel)
bei 45 Grad rekliniertem
(= überstrecktem)
und 30-40% zur betroffenen Seite rotiertem Kopf (Pfaffenrath 1988).
Wirksam ist beim
Clusterschmerz
auch
Ergotam in. Nachteilig ist, daß sich
bei häufigem Gebrauch ein ergotaminbedingter
Dauerkopfschmerz (Ergotamin-Kopfschmerz)
ausbilden kann. Wegen des schnellen Wirkungseintrittes kann auch
Dihydroergotamin (Hydergin®) i.m. (i.v.) gegeben werden (1-2mg), evtl.
kombiniert mit 1g Metamizol (z.B. Novalgin®).
Das
Migränemittel
Sumatriptan (Imigran®) ((aber auch Zolmitriptan (AscoTop 2,5®,)
Naratriptan (Naramig®, als Formigran® rezeptfrei),
Rizatriptan (Maxalt®), Almotriptan (Almogran®), Frovatriptan
(Allegro®) und Eletriptan (Relpax®)) ist auch beim
Cl
usterkopfschmerz
sehr wirksam, insbesondere zum schnelleren Wirkungseintritt unter die Haut
gespritzt (6 mg) (auch mit Autoinjektor, vom Patienten selbst injizierbar, oder
als
Nase
n-Spray), ansonsten 100mg oral
(= durch den Mund).
Beim Wiederauftreten von
Schmerz en maximal
zwei Applikationen in 24 Std. Häufiger wurde über ernstzunehmende Nebenwirkungen
berichtet, auch in den Medien. Bei Beachtung der Anwendungsbeschränkungen kann
das Verhältnis von Wirksamkeit und Verträglichkeit jedoch als günstig angesehen
werden (Tfelt-Hansen 1993). Wegen des relativ hohen Preises dürfte
Sumatriptan (und andere Triptane) allerdings erst dann zum Einsatz kommen, wenn
andere Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen.
Cluster-
Kopfschmerzprophylaxe
(=
Kopfschmerzvorbeugung):
Als Mittel der Wahl gilt der
Calcium-Antagonist Verapamil (z.B. Isoptin®)
(= eigentlich ein Mittel gegen
hohen Blutdruck, aber auch bei diesem Schmerz wirksam).
Dosierung: bis zu 3-4x 80 mg pro Tag, in der ersten Woche einschleichend. Der
Wirkungsmechanismus von Verapamil bei
Cl
usterkopfschmerz
ist unbekannt.
Neue Dosierung: In hartnäckigen Fällen wird Verapamil bei
Cluster-Kopfschmerz (chronischer und episodischer) mit gutem
Erfolg sehr viel höher dosiert: bis 500 mg/Tag (und mehr), initial unter
ständiger Blutdruck- und Pulskontrolle.
Als Mittel der 2. Wahl kann beim
Cl
usterkopfschmerz
Lithium empfohlen werden (z.B. Hypnorex®, Quilonum®)
(= eigentlich ein Mittel gegen
die Depression, aber auch zur Vorbeugung bei Cluster-Kopfschmerz wirksam).
Lithium soll bereits unterhalb des empfohlenen Serumspiegels bei diesem
trigeminoautonome n Kopfschschmerz
wirksam sein.
In hartnäckigen Fällen und unter strenger Abschätzung des therapeutischen
Risikos im Verhältnis zu einem möglichen Nutzen, kann eine Kortikoid-Behandlung
versucht werden, z.B. mit Prednisolon®. Empfohlene Dosierung: 1-4. Tag 80mg, 5-
8 Tag 70mg, dann jeweils nach 4 Tagen die Dosierung um weitere 10mg reduzieren.
Der Serotonin-Antagonist Methysergid (Deseril ret.®)
(= ein Mittel, das dem
Gewebshormon Serotonin entgegenwirkt)
kann auch zur Cl
usterkopfschmerzprophylaxe
verwendet werden.
Teilweise wird empfohlen, zur Vorbeugung dieser
Schmerzen
regelmäßig täglich
Ergotam
in zu
verabreichen. Wegen der Gewöhnungsgefahr und der hohen Wahrscheinlichkeit, damit
die gefürchteten
Ergotaminkopfschmerz
en
zu induzieren, muß davor dringend gewarnt werden. Nicht zu unterschätzen ist
auch ein
Erotismus.
Zur
Schmerzprophylaxe
(= Vorbeugung von
Schmerzen)
hat sich auch die wiederholte
Therapeutische Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem
örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika) wie bei der
Akutbehandlung sehr bewährt. Manchmal werden auch in der schmerzseitigen
Hinterkopf
region Schmerz
en angegeben; in diesem Fall blockieren
wir dann auch die
Nerven
occipitales major und minor. Optimal ist diese Behandlung unter stationären
Bedingungen, weil dann diese Therapie konsequent 2x täglich, auch an
Wochenenden, über einen Zeitraum von 2-3 Wochen durchgeführt werden kann. Unter
dieser Behandlung fallen in der Regel die
Schmerzattacken
zunehmend milder aus, um im Idealfalle allmählich wegzubleiben.
Nichtmedikamentöse Maßnahmen
beim Cluster-Kopfschmerz:
Anders als z.B. bei der Migräne spielen beim
Cl
usterkopfschmerz
(chronischer und episodischer) psychische Faktoren eine eher untergeordnete
Rolle, so daß diesbezüglich nur allgemeine Maßnahmen empfohlen werden können, so
z.B. im Rahmen einer
psychologischen Mitbetreuung ein
Schmerzbewältigungstraining.
Transkutane Nervenstimulationen mittels Niederfrequenzgenerator über
Klebeelektroden (TENS) haben beim
Cl
usterkopfschmerz
(chronischer und episodischer) nur selten einen positiven Effekt.
1.3.3 SUNCT-Syndrom bzw.
der Begriff SUNCT ist eine Abkürzung für: short-lasting unilateral
neuralgieform headache attacks with conjunctival injection and
tearing.
Das SUNCT-Syndrom ist sehr
selten und wurde 1989 erstmalig beschrieben. Das SUNCT-Syndrom wird in der
IHS-Klassifikation mit zwei anderen
Kopfschmerzsyndrome
n (paroxysmale
Hemikranie und
Cluster-Kopfschmerz)
zur Gruppe der „trigeminoautonome n Kopfschmerzen“
zusammengefasst.
Beim SUNCT-Syndrom
kommt es zu 15 bis 120 Sekunden lang anhaltenden, einseitigen
Schmerzattacken um
das Auge herum, begleitet von konjunktivaler Injektion
(= Sichtbarwerden feiner Blutgefäße im Auge als Folge von
Blutfülle), Lakrimation
(= Tränenfluß)
und
Nase
nträufeln. Zusätzlich besteht ein gleichseitiges
Gesicht
sschwitzen, das aber meist nur gering ausgeprägt ist. Auch kann es zu
einem Lidödem (=
Schwellung des Augenlides infolge einer Flüssigkeitsansammlung)
kommen.
Die heftigen
Schmerzen können
bis zu 200 mal pro Tag auftreten. Das Krankheitsbild zeigt typischerweise einen
episodischen Verlauf mit Remissionen
(= vorübergehendes Nachlassen der Krankheitszeichen, ohne daß
eine Genesung eintritt) von Monaten
bis Jahren.
Die
Schmerzerkrankung
SUNCT-Syndrom (trigeminoautonome Kopfschmerzen)
wird häufig mit dem
Cluster-Kopfschmerz
verwechselt, teilweise auch mit der
Trigeminusneuralgie.
Eine wissenschaftlich gesicherte
Therapieempfehlung gibt es (noch) nicht. Da das
SUNCT-Syndrom
(trigeminoautonomer
Kopfschmerz) eine Verwandtschaft mit dem
Clusterkopfschmerz,
der chronisch
paroxysmalen Hemikranie
und der
Trigeminus-Neuralgie
aufweist, ist die therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit
einem örtlichen Betäubungsmittel bzw.
Lokalanästhetika)
ebenfalls hilfreich.
Dabei werden die den
Schmerzbereich versorgenden
Nerven
wiederholt blockiert, zusätzlich auch das
Ganglion cervicale superius
(= eine vegetative Schaltstelle im Rachenbereich),
evtl. auch das gleichseitige
Ganglion stellatum ((=
eine vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich)).
Werden derartige
Nervenblockade n, wie häufig ambulant
üblich, nur 2-3 mal pro Woche durchgeführt, so beschränkt sich die
Schmerz
stillung meist nur auf die Wirkzeit des verwendeten örtlichen
Betäubungsmittels. Ein anhaltender Effekt ergibt sich oft nur, wenn diese
Behandlung z.B. mit Bupivacain konsequent 2 mal täglich über einen Zeitraum von
2-3 Wochen durchgeführt wird, was aber eigentlich nur im Rahmen eine
stationäre Schmerzbehandlung
ermöglicht.
Medikamentös
soll zur
Kopfschmerzbehandlung
beim SUNCT-Syndrom
(trigeminoautonome
Kopfschmerzen) nach einer
Mitteilung von Graff-Radford (Cephalalgia 2000;20:515-517) Gabapentin
(z.B. Neurontin®) wirksam sein. Bisher seien die besten Ergebnisse mit
Lamotrigin (= Mittel
gegen die Fallsucht) erzielt worden
(Quelle:
http://www.dgn.org/45.0.html).

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Epikondylitis,
Epicondylitis (www.epi-condylitis.de),
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